26.07.23

Fotokalender drucken lassen: kleine Geschichte des Digitaldrucks

Kalender gibt es natürlich schon lange. Einen Kalender aber mit Fotos als Einzelstück drucken zu lassen, wurde erst möglich mit Hilfe des Digitaldrucks.

Der Digitaldruck ist ein noch ziemlich „junges“ Druckverfahren. Begonnen hat alles mit der Erfindung der Xerografie vor ungefähr 85 Jahren. Seither hat sich technologisch natürlich einiges getan, so dass Sie nun einfach online Ihre eigenen Fotoprodukte realisieren und drucken lassen können. Ohne den Digitaldruck wäre das nicht möglich.

1938 – die erste Kopie

Die Geschichte beginnt 1938 in Amerika: Der Physiker und Patentanwalt Chester F. Carlson entwickelte zusammen mit seinem Assistenten Otto Kornei die Elektrofotografie oder auch Xerografie.

Bei diesem Verfahren wurde eine mit Schwefel beschichtete Metallplatte elektrostatisch aufgeladen und dann mit einer Lampe belichtet. Zwischen Lampe und der Metallplatte brachte er eine Glasplatte mit dem Schriftzug „10.–22.-38 ASTORIA“ an. Indem er den Schriftzug mit Lycopodium (Bärlappsamen) bestreute, wurde der Schriftzug sichtbar und wiederum auf ein Wachspapier übertragen.

Der Schriftzug stellt das Datum und den Ort der ersten Fotokopie dar: am 22. Oktober 1938 in Astoria (New York).

Die 50er – die ersten Kopiermaschinen

Aber erst Ende der 1940er Jahre interessierte sich die Haloid Company (heute Xerox) für seine Erfindung und erwarb eine Lizenz zur kommerziellen Nutzung des Verfahrens. 1950 schließlich wurde die erste Xerox Kopiermaschine verkauft. Bis eine Kopie fertig gestellt war, dauerte es zwei bis drei Minuten.

Mit der Zeit wurden die Kopiergeräte immer leistungsfähiger und schneller. Bereits ein paar Jahre später konnte man schon sechs Kopien pro Minute anfertigen. Diese Kopiermaschinen wurden bis in die 70er Jahre hinein auch „nur“ als Kopiergeräte genutzt.

Die 70er – die Laserdrucker kommen

1976 kamen schließlich die ersten Laserdrucker auf den Markt. Die bekanntesten Hersteller hießen damals IBM, Xerox, Canon und HP. Erst 1993 kam der erste große Drucker mit Namen „Indigo e-Print 1000“ auf den Markt, der in einer Minute bis zu 35 Seiten farbig bedrucken konnte.

Digitaldruckmaschine schnell und effizient für Kleinauflagen

Die 90er – der Durchbruch für den Digitaldruck

Mit dem Desktop-Publishing oder kurz DTP („Publizieren vom Schreibtisch aus“) begann auch der Durchbruch für den Digitaldruck. Als immer mehr Broschüren, Bücher oder Kataloge digital am Rechner gesetzt werden, stieg der Bedarf an großen Druckern, die schnell fertigen konnte. 1993 kam dann der erste „echte“ digitale Vollfarbendigitaldrucker mit vier Farben zum Einsatz: Mit der Indigo e-Print des israelischen Erfinders Benny Landa begann die Geburtsstunde des heutigen Digitaldrucks.

Seither hat sich die Technologie des Digitaldrucks stetig weiterentwickelt, doch das Grundprinzip ist gleich geblieben: Mit Hilfe elektrostatischer Ladung wird der Toner auf’s Papier gebracht.

Der große Vorteil des Digitaldrucks: Auch kleine Auflagen oder Unikate lassen sich so schnell und kostengünstig realisieren.
Wer jetzt sehen möchte, wie so ein gedruckter Fotokalender aussieht, kann sich direkt online seinen Kalender zusammenstellen und drucken lassen.

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Fotos:
Tim Friedrich - #8935808 stock.adobe.com
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